Erstmals führte der Forstbezirk Kandern eine reine Douglasienwertholzausschreibung durch. Das Holz kam aus dem Staatswald des Landkreises, dem Stadtwald Kandern, dem Gemeindewald Schliengen und dem Privatwald. 125 Douglasienabschnitte mit einem Mittendurchmesser (o.R.) zwischen 35 und 85 cm und einer Gesamtmasse von 326 Fm wurden angeboten und vollständig zugeschlagen. Angeboten wurde überwiegend äußerlich astreines Holz, aber auch gute B-ware. Als Bieter traten in erster Linie Sägewerke und Holzhändler auf, nur ein Stamm ging an ein klassisches Furnierwerk. Die 10 Bieter gehörten überwiegend zur Stammkundschaft des Forstbezirkes. Der erzielte Durchschnittserlös der Douglasien lag bei 219.-€/Festmeter, für mehrere Stämme wurde der Spitzenpreis von 264.-€/Festmeter geboten.
Der teuerste Stamm kommt aus dem Staatswald, Revier Blauen, und erbrachte mit 7 Festmetern und einer geasteten Länge von 16 Metern einen Gesamterlös von 1.683.-€.
Wie der Tabelle zu entnehmen ist, steigen mit dem Durchmesser die Durchschnittserlöse.
Die Douglasien in Raum Kandern zählen zu den ältesten Anbauten im Bundesgebiet. Die sogenannte „Teuffelstanne“ – eine Douglasie - zeugt von der ersten Pflanzung 1879 unter dem damaligen Amtsvorstand Freiherr von Teuffel.
Besondere Verdienste erwarb sich vor allem Oberforstrat Hamm, der von 1907 bis 1936 das Forstamt Kandern leitete. Als Förderer und Vorreiter des Douglasienanbaus entstanden während seiner Amtszeit, vor allem durch truppweise Auspflanzung von Schneebruchlücken die Douglasienwerthölzer, welche heute weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt sind. Seinem Engagement verdankt der Forstbezirk den hohen Anteil dicker, alter und vor allem früh geasteter Bäume.
LRA Lörrach