Das auf 364 Efm gegenüber dem Vorjahr nochmals verringerte Angebot der Wettenberger Eichenwertholz-Submission wurde am 14. Dezember bis auf ein unbebotenes Los komplett zu einem Durchschnittsgebot von 503,46 /fm zugeschlagen. Damit wurde das Vorjahresergebnis von 507,25 /fm erreicht.
Auf dem Wertholzplatz Waldhaus im Krofdorfer Forst boten fünf Forstämter von HESSEN-FORST sowie jeweils ein Forstbetrieb aus dem Großprivat- und dem Kommunalwald 227 Einzellose an. Die Mengenzurückhaltung der Lieferbe-triebe wurde von den Kunden heftig kritisiert. Die Qualität entsprach dem Vorjahr mit der Ausnahme, dass angesichts der Markterwartungen kaum Spitzenware im Furnierbereich ausgeboten wurde. Das Spitzengebot lag dann auch mit nur 1133 /fm deutlich unter denen der Vorjahre. Von 25 Kunden (Vorjahr 19) aus Deutschland und Frankreich, darunter acht Furnierwerke, vier Fassdaubenholzkäufer und 13 Sägewerke bzw. Händler, erhielten 21 mindestens einen Zuschlag.
Aus der Verkaufsmenge gingen 173 fm an die Furnierindustrie (48 %), nur 54 fm (15 %) an den Fassholzkäufer und 136 fm (37 %) an Sägewerke oder Händ-ler. Messerfurnierholz erzielte ein Durchschnittsgebot von 688 /fm (2 % weni-ger gegenüber Vorjahr), Fassholz 462 /fm (16% unter Vorjahr) und Sägeholz 424 /fm (21 % über dem Vorjahresgebot). Der hohe Sägeholzpreis belegt, dass die Gruppe der hier erfassten Händler im Fassholzbereich erfolgreich mit-geboten hat. Zusätzlich dürfte sich hier die anziehende Konjunktur im Eichensägeholzmarkt bemerkbar machen.
Die Anbieterseite ist mit dem Ergebnis der Submission sehr zufrieden. Offensichtlich verbessert sich die Situation insbesondere am Eichensägeholzmarkt wieder. Die Zurückhaltung der Forstseite bei der Liefermenge sowie bei den Spitzenqualitäten resultierte sicher aus einer negativen Einschätzung der Marktlage und muss zugunsten einer für die Kunden zuverlässig einschätzbaren konstanten Größe für die nächsten Sub-missionen geändert werden. Klare Signale seitens der Käuferschaft sind dafür hilfreich.
Hessen-Forst