AFZ-DerWald-Archiv Impressum AGB Kontakt
Aktuelles
Nachrichten
Nachrichten-Archiv
Holzmarkt-News
Waldzustand 2009 - Die Übersicht
Downloads
Literaturhinweise/ Ergänzungen
Aboservice
Media Service
Forst-Shop
Wir über uns
Zeitschriften
Videoplayer
Links
Inhalte Extern
Holzmarkt-News
Jahrestagung des Verbandes der Säge- und Holzindustrie Baden-Württemberg
 
250 Sägewerke aus Baden-Württemberg und Gäste haben sich zur Jahrestagung des Verbandes der Säge- und Holzindustrie Baden-Württemberg e. V. am Samstag, den 14. November 2009 in Villingen-Schwenningen getroffen. Vorherrschendes Thema war die anhaltende Krise, die den Betrieben zu schaffen macht. Vielleicht sei die Finanzkrise überwunden aber die echte wirtschaftliche Krise gäbe es immer noch und werde die Betriebe noch geraume Zeit beschäftigen, so der Verbandsgeschäftsführer Ludwig Jäger.
Zudem sprach sich der VSH für einen Schulterschluss mit dem Verband der Deutschen Säge- und Holzindustrie e.V. (VDS) aus. "Wir haben das Bestreben, nicht nur in Baden-Württemberg unsere Interessen voran zu bringen", so Verbandpräsident Wilhelm Schilling. Nach intensivem Bemühen und vielen konstruktiven Gesprächen sei es nun an der Zeit, "gemeinsam an einem Strick zu ziehen".
 
 
Wie instabil die Entwicklung ist zeigt die Nachfragedelle nach dem Sommer und viele Betriebe blicken auch skeptisch auf den kommenden Winter. Aktuell ist der Einschnitt der Sägewerke in Europa mit -20 bis -30 % im Vergleich zum letzten Jahr immer noch deutlich reduziert, die Bevorratung befindet sich auf sehr niedrigem Niveau.  Umsatz, Ertrag und Liquidität der Betriebe stehen im Fokus und müssen stabilisiert werden. Um die Rentabilität zu halten sind Preissteigerungen beim Schnittholz unumgänglich. Zwar sind sich die Säger bewusst, dass die Märkte schwierig und teils instabil sind, hier und da auch Impulse vermisst werden, es führe aber kein Weg daran vorbei die Schnittholzpreise schrittweise nach oben zu entwickeln. Und bei den baunahen Sortimenten wie auch in der Verpackung ist mit Blick auf den kommenden Winter Preisstabilität die Notwendigkeit schlechthin.

Die Nadelschnittholz-Produktionen sind stärker zurückgegangen als der Bedarf. Das wird als richtiger Schritt begrüßt. Hier gelte es auf dem reduzierten Niveau einen Ausgleich zu erzielen im Sinne von: Weniger ist Mehr, so der Verbandspräsident Wilhelm Schilling. Deshalb der Apell an die mitteleuropäische Sägeindustrie, nur bedarfsorientiert zu produzieren und entsprechend zu disponieren. Entwicklungen der letzten Wochen zeigen, dass mancherorts die Erwartungen an die Stabilität der Märkte schon wieder zu hoch waren.
 
Mit Blick auf den Rundholzmarkt waren sich die anwesenden Säger einig, dass die Rundholzpreise zwar peu a peu zu entwickeln sind, es aber angesichts der derzeitigen Krisensituation enge Grenzen gebe. Der Waldbesitz wurde aufgefordert, Holz bereitzustellen. An den Forst wurde apelliert, Vernunft walten zu lassen und die Rundholzpreise eng an den Möglichkeiten der Schnittholzmärkte auszurichten da sonst die Preisschere auseinanderklafft und die Rentabilität der Betriebe kippt. Aktuell werden vom Forst fast 80,- €/Fm für Rundholz gefordert. Die Preise für das Schnittholz kommen dagegen nicht auf das notwendige Niveau.
 
Angesichts der im Winter nachlassenden Baukonjunktur sind überhöhte Rundholzpreise nicht zu verkraften. An die Adresse der Sägeindustrie ging deshalb der Aufruf bei neuen Verträgen Preisspitzen zu vermeiden. Nur dann besteht die Möglichkeit, mit einer halbwegs vertretbaren Bilanz durch das Jahr zu kommen. Ziel von Forst und Säge sollte künftig sein, mehr Kontinuität in der Preisentwicklung zu erzielen, da die Preissprünge welche die letzten Jahre geprägt haben, wirtschaftlich schaden und eine vernünftige Planung vereiteln.
Angesichts des Bioenergiebooms werden höhere Preise für Sägespäne und Hackschnitzel erwartet. Damit werde den veränderten Märkten Rechnung getragen.
 
Bei den Laubholzbetrieben in Mitteleuropa lässt die dringend notwendige Geschäftsbelebung auf sich warten. Die Geschäftslage auf den Teilmärkten in Mitteleuropa, Asien und Amerika ist geprägt von Problemen, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Firmenumsätze und Ergebnisse. Davon betroffen sind die Hauptholzarten Buche und Eiche, aber auch Ahorn und Esche laufen zur Zeit auf Sparflamme. Die geschrumpften Märkte und vollen Lager erfordern Fingerspitzengefühl, auch auf Seiten des Waldbesitzes.
 
Eine enge Abstimmung zwischen Forst und Holz bei der Rundholzbereitstellung ist wichtiger denn je. Denn einerseits müssten angesichts der Absatzprobleme die Rohstoffpreise im Grunde zurückgenommen werden, andererseits wäre ein Preisrutsch fatal und das falsche Signal. Mittelfristig sieht die mitteleuropäische Laubholzindustrie Chancen, Tropenhölzer ersetzen zu können, auch im steigenden Bewusstsein des "Gesünder wohnen in Holz" und der positiven Rohstoffbilanz sieht man Chancen, wenn erfolgreich durch die jetzige Krise manövriert wird.
VSH
 

 << zurück  
 Termine
 2009
 2010
 Branchenbuch
 
 Branchenbuch-Eintrag
 
 AFZ-DerWald Baumpflege
 
 AFZ-DerWald Baumpflege
 Baumpflege Aktuell
 Baumpflege Beiträge
 Datenbanken
 
Forsttechnikbörse
 KWF-Marktübersichten
 Einleitung
 Übersicht
 Suche
 
 Manuskriptrichtlinien
 Hinweise zum Abfassen von Manuskripten