Deutsche Wälder sind hochproduktiv. Die Holzvorräte und damit auch die Kohlenstoffvorräte im deutschen Wald sind bei zunehmender Holznutzung in den letzten 50 Jahren kontinuierlich gestiegen. Dieses Fazit zieht Michael Funk, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR), aus der jüngsten Bundeswaldinventur-Studie.
Die Ergebnisse der von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Waldvermessung im Jahr 2008 werden am 9. Oktober auf einer gemeinsamen Tagung der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher und des Deutschen Forstwirtschaftsrates in Frankfurt präsentiert und der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Deutschland hat mit einem Holzvorrat von 330 m3/ha die vorratsreichsten Wälder in Europa. Mit diesem Holz könnte ein Turm mit einer Grundfläche von 3x3 Metern von der Erde bis zum Mond gebaut werden. Mit einem jährlichen Wachstum von 10 m3/ha ist der Wald in Deutschland zudem einer der leistungsstärksten in Europa. In den letzten 7 Jahren hat der Holzeinschlag und die Holzverarbeitung ein Niveau erreicht, wie noch nie in den letzten 50 Jahren. Die Nutzung lag bei ca. 70 Mio. m3/Jahr Holz, das im Cluster Forst und Holz zu Balken, Brettern, Spanplatten, Zellstoff und Papier und zum Heizen verarbeitet und eingesetzt wurde.
Waldbesitzer und Holzindustrie leisten mit der Bewirtschaftung des Waldes und der Herstellung von Holzprodukten einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz, denn Holz im Wald oder in Holzprodukten speichert CO2. Die Holzindustrie in Deutschland ist leistungsstark und innovativ und nimmt nicht nur in Europa, sondern weltweit eine Spitzenstellung ein. Im Cluster Forst und Holz werden in Deutschland ca. 1,3 Mio. Arbeitskräfte beschäftigt, mehr als in der deutschen Automobilindustrie.
AGR