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24.08.09: Erwartungen für den Laubholzmarkt
 
Am 24. August trafen sich in Frankfurt Vertreter der Laubholzsägeindustrie im Rahmen des 1. Laubholzforums des VDS (Verband der Deutschen Säge- und Holzindustrie e.V.). Das vorherrschende Thema war die aktuelle Situation am deutschen Markt für Laubrohholz. Das derzeitige Geschäft wird insgesamt gesehen als verhalten bis schlecht beurteilt. Im Verlauf dieses Jahres seien die Umsätze zwischen 15 und 25 % gesunken, teilweise auch bis zu 30 %, darauf verwies der neu gewählte Laubholzsprecher des VDS, WOLF-GEORG FEHRENSEN.
 
  Zum Teil werden die Umsatzeinbußen begründet durch niedrigere Schnittholzpreise, überwiegend aber durch einen reduzierten Einkauf und somit verringerte Produktion und reduzierten Absatz. Das Exportgeschäft war stark gesunken bis nicht existent. Etwas Unterstützung kam dagegen vom inländischen Absatz, so dass sich hier eine vorsichtige Stabilisierung bemerkbar machte. Ein gewisser Lichtblick ist auf Seiten der Lagerbestände zu verzeichnen: Nachdem sich zu Beginn der vergangenen Saison sich die meisten Betriebe im Einkauf zurück hielten sind die Rundholzlager derzeit relativ aufnahmefähig.
 
  Lobende Worte gingen an die Forstpartie, die ihr Holz fast ausschließlich auf bestehende Verträge einschlug und offensichtlich auch bei der Bedienung zweifelhafter Kundschaft vorsichtig war: Zum Saisonende waren kaum Not leidende Mengen vorhanden, die dann zu Dumpingpreisen hätten abgesetzt werden müssen. Dieses Verhalten führte schließlich dazu, dass es auch bei den Schnittholzpreisen zu keinem nennenswerten weiteren Preisverfall kam.
 
  Während für die nähere Zukunft bei Buche noch gewisse Absatzmöglichkeiten gesehen werden, dürfte sich das Interesse an Eichenschnittholz weiter verringern. Hier wird davon ausgegangen, dass die Fassindustrie gewisse Mengen nachfragt, auf den übrigen Märkten dürfte sich der Einbruch bei den besseren Sortimenten aber fortsetzen.
 
  Bei Buche wird für die Exportmärkte eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau erwartet, wenngleich erste Einkäufer aus China schon aktiv werden. Der Inlandsmarkt könnte dagegen schwieriger werden, da in Abhängigkeit vom gesamtwirtschaftlichen Umfeld der Holzverbrauch der privaten Haushalte wahrscheinlich eher zurückgehen wird. Möglicherweise bleibt er aber auch stabil, da sich einige Zeichen bemerkbar machen, die eine Trendwende in Aussicht stellen. Für die kommende Saison wird überwiegend davon ausgegangen, dass der Bedarf an besserem Rundholz auf dem nun erreichten Niveau stabil bleiben wird.
 
  In Retrospektive waren die bezahlten Rundholzpreise in Anbetracht der Umsatzrückgänge und des Preisverfalls beim Laubschnittholz jedoch zu hoch, so dass für die kommende Einkaufsperiode Preisrücknahmen um 5 bis 8 €/Fm gefordert werden, und die erzielbaren Preise somit wieder auf das Niveau von 2006/2007 zurückgeführt werden. Hierfür spricht auch die Ankündigung teilweise Markt bestimmender Sägewerke, den Einschnitt geringerwertiger Ware in der kommenden Saison spürbar zu reduzieren, woraus sich ein gewisser Angebotsdruck von Seiten des Waldbesitzes bemerkbar machen dürfte.
 
Von unten werden die Preise gepusht durch eine rege Nachfrage auf dem Brennholzmarkt. Buchenbrennholz ist zu 40 bis 45€/Fm abzusetzen, in Süddeutschland teilweise auch darüber. Schlechtere Stammholzqualitäten dürften 60 bis 65 €/Fm erlösen. Für stärkeres und gutes Holz werden 80 bis 90 €/Fm in Aussicht gestellt.
 

Volker Schade/VDS


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